Die Eheringe auszusuchen war einer der Punkte, auf die ich mich bei der Hochzeitsplanung am meisten gefreut habe. Schmuck ist für mich einfach etwas sehr emotionales und besonderes. Zu den meisten Schmuckstücken, die ich besitze, habe ich eine kleine Geschichte, und teilweise habe ich Schmuck, den ich seit Jahren jeden Tag und immer trage. Dementsprechend ist mir bei so besonderen Schmuckstücken wie den Eheringen die Qualität super wichtig.

Eheringe bei 123Gold

Let’s be honest: Jeder hasst die Radiowerbung und der Name ist etwas gewöhnungsbedürftig. 123Gold hat aber enorm gute Kritiken und wird in Hochzeitsgruppen super gehypt. Im Januar hatte 123Gold aber 10% Rabatt und nach einiger Recherche im Internet habe ich festgestellt, dass Ringe, die wir gut finden, dort tatsächlich günstiger sind. Das muss aber natürlich nicht so immer sein. Außerdem haben sie einen Onlinekonfigurator bei dem man wirklich alles anpassen kann. So kann jeder Ring individualisiert werden. Das hat mich dann doch überzeugt, so dass wir im Berliner Geschäft am Potsdamer Platz einen Termin gemacht haben. Wenn man Glück hat, kann man wohl auch super easy ohne Termin eine Beratung bekommen, aber da wir wegen der Arbeit nur samstags Zeit haben, haben wir sicherheitshalber einen Termin gemacht.

Obwohl es an unserem Samstag ziemlich voll war und wir auch etwas warten mussten, hatten wir eine wirklich tolle Beratung. Am Anfang sollten wir uns im Laden umsehen und uns Ringe ausgucken, die uns gefallen. Online hatte ich schon ein Ringpaar ausgesucht, welches ich dann auch vor Ort gefunden habe – ziemlich schlichte Weißgoldringe und bei meinem Ring mit ein paar Steinchen. Der Freund hatte dann auch noch ein Paar, was ihm gefallen hat. Diesmal waren es zweifarbige Ringe in Gelbgold und Platin, die von Stil her meinen ausgesuchten Ringen trotzdem ähnlich sahen. Nachdem wir der Verkäuferin die beiden Ringe gezeigt haben, meinte sie, sie holt noch ein Paar, was uns gut gefallen könnte. Ich hab da noch drüber geschmunzelt, weil ich eine sture Meinung bei sowas habe. Aber was soll ich sagen, sie hat mich sowas von überzeugt. Ich war sofort verliebt in den Ring. Sie sahen aus wie die Ringe, die mein Freund ausgesucht hatte, nur mit Rotgold statt Gelbgold.

Die Entscheidung war dann ziemlich schnell gefallen. Mein Freund entschied sich für den zweifarbigen Ring in Gelbgold und Platin und ich in Rotgold und Platin mit 6 kleinen Diamanten (für unsere 6 gemeinsamen Jahre bisher ♥ ). Unsere Ringe sehen also tatsächlich etwas unterschiedlich aus. Ich habe auch von Anfang an gesagt, dass das okay für mich ist. Am wichtigsten ist doch, dass jeder seinen eigenen Ring liebt. So mag ich an mir zum Beispiel kein Gelbgold, am Freund sah das aber so hübsch aus. Unsere Verkäuferin war ganz begeistert von dieser Einstellung. (Sie war sowieso großartig.) Als wir die Ringe abgeholt haben, haben wir sie wiedergesehen und sie hat sich sogar an uns erinnert.

Da wir fast sechs Monate vor unserer Hochzeit unsere Ringe ausgesucht haben, hat sie den Abholtermin erst auf Ende März datiert. Tatsächlich kamen unsere Ringe aber schon drei Wochen früher an. Ich habe aber auch schon von Paaren gehört, die ihre Ringe nach zwei Wochen anholen konnte. Für uns war das voll okay, wir hatten ja Zeit. Jetzt liegen sie bei uns zu Hause und ich kann es kaum erwarten meinen Ring endlich tragen zu können.

Meine Tipps bei der Eheringsuche

  • Informiert euch vorher über Materialien und Legierungen. Platin ist beispielsweise sehr widerstandsfähig, deshalb haben wir uns für 600er Platin entschieden. Bei dem Gold haben wir uns für 585er Gold entschieden. Es kann außerdem nicht schaden, sich über die Materialpreise zu informieren. Momentan ist der Platinpreis super niedrig.
  • Eheringe müssen nicht gleichaussehen. Ich verstehe, dass das ein romantischer Gedanke ist. Aber da Frauen in ihrem Ring oft noch Steinchen möchten und Männer eher nicht, sehen sie sowieso nicht genau gleich aus. Selbst als wir bei 123Gold im Laden waren, haben sich um uns herum Paare gestritten, weil sie sich nicht einigen konnten.
  • Setzt euch ein Budget und haltet euch dran. Ich habe beispielsweise darauf beharrt eine niedrigere Steinqualität zu wollen (was man sowieso mit bloßem Auge nicht erkennt) und dass ich weniger Steine möchte. (Und ich muss zugeben, dass ich ziemlich stolz auf mich bin meine Meinung so durchgesetzt zu haben.) Auch bei den Legierungen hätte man noch höher gehen wollen und natürlich hat die Verkäuferin auch versucht uns das zu verkaufen (ist ja ihr Job), aber wir haben nein gesagt. Deshalb ist es auch so wichtig, dass ihr euch informiert und selbst Ahnung habt.
  • Ringe sehen in echt anders aus als im Internet und wirken auch ganz anders an der Hand. Auf Fotos haben mir kaum Ringe gefallen. Im Laden sah das schon anders aus. Also seid offen und lasst euch ruhig Ringe zeigen, auch wenn ihr denkt, ihr wisst genau was ihr wollt.
  • Und zum Schluss: Macht nie etwas, nur „weil man das so macht“. Wer keine Steinchen will, braucht keine. Wer nur schlichte Silberringe will, soll genau solche nehmen. Ich hab so oft gelesen, dass die Ringe eines der wenigen Dinge sind, die nach der Hochzeit bleiben und man deshalb auch viel Geld ausgeben muss. Muss man nicht. Man muss überhaupt nichts. Im Endeffekt muss man auch überhaupt keine Ringe haben.