Während unseres Kopenhagenurlaubs ging es für uns einen halben Tag in alte Fischerdorf Dragør. Vom Flughafen aus kann man mit dem Bus 35 in etwa zwanzig Minuten bis ins Zentrum der Kleinstadt fahren. Dragør liegt südlich von Kopenhagen und somit an der Südküste der Insel Amager.

Die Reise nach Dragør vergeht schnell und plötzlich steht man in einem anderen kleinen Örtchen, was unsereins wahrscheinlich nicht mal als Stadt wahrgenommen hätte. Die Dragører Altstadt ist geprägt von gelben Häuschen mit roten Dächern. Hier finden sich diverse Boutiquen, Friseure und Cafés. Die Gassen sind schmal und der Hafen relativ klein; die Stadt strahlt einen ganz besonderen Charme aus, als sei man plötzlich in einem anderen Film.

Da wir an diesem Tag nicht ganz so viel Glück mit dem Wetter, also haben wir uns in ein Café am Hafen geflüchtet. Dort gab es für uns Kaffee und für André ein Sandwich. Man möchte die Preise am liebsten gar nicht in Euro umrechnen. Vor uns Yachten und Enten, hinter uns die gelben Häuschen. Es ist doch ganz nett hier, sehr friedlich. Ich glaube, hier passiert nie etwas.

Als die Wolken sich etwas gelichtet haben und der Regen nachgelassen hat (denn ratet mal, wer voller Optimismus ohne Regenjacke nach Dänemark gefahren ist – aber meine Jeansjacke sieht einfach besser aus), sind wir noch ein wenig den Hafen entlang gelaufen. Wir wollten eigentlich mal mit dem Segeln anfangen, aber nun ist der Sommer schon wieder vorbei.

Und dann ging es für uns schon wieder zurück. Dragør ist eben klein und friedlich. Vielleicht ist die Stadt aber auch wie Mystic Falls – und es passiert nie etwas schlimmes in Mystic Falls, das wissen wir. Die Busfahrerin war die gleiche wie auf dem Hinweg und sie brachte uns zurück nach Kopenhagen, was plötzlich so laut und voll erschien.

Das war übrigens mein letzter Bericht über unsere Reise nach Dänemark. Das heißt, ab nächster Woche muss ich mir wieder etwas anderes einfallen lassen. Oder wir fahren einfach wieder in den Urlaub.

Wo wart ihr dieses Jahr im Urlaub?