Ich halte nicht viel von einem Social Media Detox, auch wenn das seit letztem Jahr der neue Trend ist. Für mich ist so ein Detox wie eine Diät: Man verzichtet kurze Zeit auf etwas, was einen eigentlich glücklich macht, um sich erstens zu beweisen, dass man ja überhaupt nicht abhängig ist (bist du doch), und zweitens um nach der Diät doch wieder nur in alte Verhaltensmuster zurück zu fallen. Deshalb predigen Gesundheitsforscher schon seit Jahren, dass man am gesündesten abnimmt, wenn man langfristig seine Ernährung umstellt und allgemein einen gesunden Lifestyle entwickelt.

Jo-Jo Effekt bei Social Media Detox

Ich glaube, so ist es auch mit Instagram, Twitter und Co. Ein Detox lässt einen vielleicht kurz befreit fühlen, aber am Ende bringt es einem ganz genau überhaupt nichts. Jeder, der im Internet über seinen abrupten Social Media Detox geschrieben hat, hat im nächsten Post schon wieder über den Einheitsbrei gemeckert. Hier gibt es den gleichen Jo-Jo Effekt wie bei Diäten. Und genau so wenig wie man bei Diäten auf lange Sicht abnimmt, wird sich der Konsum von Social Media verändern.

Räum dein Social Media auf

Die Lösung, so simpel: Checke deine Followings und werfe alles raus, was dich nicht interessiert, dich nicht zum Lachen oder Nachdenken bringt oder dich nicht mehr inspiriert. Spätestens wenn man nicht mehr weiß wer die blonde Schönheit mit den Beach Waves ist, weil alle Bilder von allen Instagrammern irgendwie gleich aussehen, sollte man entfolgen. Wenn einen Fitnessaccounts nur runter ziehen statt motivieren oder man Leuten nur noch aus Anstand folgt, sie aber gar nicht mehr leiden kann, darf man entfolgen.

Es gibt keine Pflicht zum Folgen

An manchen Followings hängt man irgendwie obwohl sie einen nerven, weil man denen eben zu folgen hat. Als Fashionblogger muss man eben die fünf Bilder pro Tag von Caro Daur ertragen oder als Fan von Miley Cyrus muss man ihr eben auch auf Instagram folgen und die seltsamen Screenshots hinnehmen. Es ist Quatsch, man muss niemandem folgen, weil sich das so gehört. Also schmeißt sie alle raus. Ebenso wenig muss man jedem überall folgen. Manche sind gut in Instagram, manche bei Twitter und manche Seiten abonniert man besser bei Facebook. Man muss ja auch nicht alles doppelt und dreifach sehen.

Jedes Bild ein Like

Als ich meine Bachelorarbeit geschrieben habe, hatte ich wenig Zeit für Instagram. Abends habe ich dann den ganzen Tag nachgeholt und meine Zeit damit verschwendet hunderte von Bildern zu überscrollen. Irgendwann hatte ich genug davon und habe radikal aussortiert. Sowohl bei Instagram als auch bei Twitter und Bloglovin haben sich meine Followings fast halbiert. Am Ende konnte ich durch Instagram scrollen und fast jedes Bild liken. Und genau so macht Social Media wieder Spaß.

Wie steht ihr zum Thema Social Media Detox?