„I’ve been running. Faster than I’ve ever run. And I’ve been running my whole life. Now it’s time for me to stop. And tonight I’m going to need you all with me.“ – Doctor Who, Season 6, Episode 1

Nach knappen viereinhalb Stunden Zugfahrt sind wir in Edinburgh angekommen. Und irgendwie haben sich alle Vorurteile bestätigt: Schottisch ist wirklich kaum zu verstehen, es gibt viele grüne Hügel und echt viele Schafe. Aber außerdem sind die Häuser unglaublich süß. Wie auch in London sind wir am ersten Tag einfach planlos umhergezogen, haben mal hier mal dort geschaut was es so gibt. Den ganzen August lang findet in Edinburgh das Fringe Festival statt, eine Art offenes Straßenkünstlerfest, aber es gibt auch viele Shows, die man besuchen kann. Es soll das größte Kunstfestival weltweit sein, was ich mir auch gut vorstellen kann. An jeder Ecke gibt es verkleidete Menschen, Straßenmusiker, Zauberer oder kleine Stand-Up-Comedy Shows. Edinburgh ist die zweitgrößte Stadt Schottlands, trotzdem ist es eine verhältnismäßig kleine Stadt, so dass man alles zu Fuß erreichen kann. So sind wir über das Festival geschlendert, was teilweise aber eher einem Hinternislauf zwischen den ganzen Flyerverteilern glich, und haben die Innenstadt erkundet. In der Mitte der Stadt befindet sich der Princes Street Garden, von dem aus man eine wunderschöne Sicht auf die Stadt hat.

imageAussicht auf den Princes Street Garden

 

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Aussicht auf das Museum on the Mound

 

imageAussicht aus dem Princes Street Garden

 

imageScott Monument

 

Am nächsten Tag haben wir den Palace of Holyroodhouse besichtig, die Residenz der Queen in Schottland, in der sie pro Jahr eine ganze Woche wohnt. Einst hat hier auch Maria Stuart gelebt.

imagePalace of Holyroodhouse

 

imageInnenhof des Palace of Holyroodhouse

 

Nachdem wir den Palast besichtigt haben, sind wir auf den Calton Hill gewandert – und oh Gott, das war anstrengend. In Edinburgh finden sich schon die Anfänge der Highlands, also gibt es viel auf und ab, aber für diese Aussicht hat es sich definitiv gelohnt! Das Wetter war für Schottland wirklich gut, den ganzen Tag hat die Sonne geschienen und es war mit guten 20°C sogar warm. So warm, dass uns eine Kellnerin in dem Restaurant, wo wir zu Mittag gegessen haben, völlig fertig gefragt hat, ob es denn draußen auch so heiß ist wie hier drinnen. Ihr ist die „Hitze“ definitiv zu Kopf gestiegen.

imageAussicht vom Calton Hill

 

Am Abend erwartete uns ein weiteres Highlight, das Royal Edinburgh Military Tattoo. Zuerst war ich wirklich sehr misstrauisch – über eine Stunde lang marschierende Soldaten beim Dudelsackspielen zuhören? Definitiv empfehlenswert! Diese Perfektion beim Tanzen und Marschieren muss man live gesehen haben, auf Videos kann man das gar nicht so richtig nachvollziehen. Zudem fand alles vor dem Edinburgh Castle statt, eine wirklich beeindruckende Kulisse, und es gab ein Feuerwerk. Ich war außerdem davon beeindruckt wie sie alles auswendig spielen konnten und gleichzeitig noch so akkurat marschieren. Wir im Orchester haben es selber mehrmals probiert, daher weiß ich, wie kompliziert das ist.

imageRoyal Edinburgh Military Tattoo vor dem Edinburgh Castle

 

imageFeuerwerk am Edinburgh Castle

 

An unserem letzten ganzen Tag in Edinburgh haben wir das Castle besichtigt. Das Wetter war leider wieder sehr schottisch, aber trotzdem war es toll, in so einer Burganlage zu sein. Außerdem konnte man dort die Kronjuwelen von Schottland sehen und den Stein des Schicksals, auf dem wohl immer die schottischen Könige gekrönt wurden. Ich als Geologin kann sagen – ja, das war definitiv ein Stein.

imageAussicht vom Edinburgh Castle über die Stadt

 

imageAußenanlage des Edinburgh Castle

 

Am Nachmittag haben wir eine Show des Fringe Festivals besucht und zwar die Show von Jon Cozart, ein anmerikanischer YouTuber, Laughter Ever After. Sie war in der Universität von Edinburgh, die unglaublich schön ist im Vergleich zu meiner Universität, aber alles in Edinburgh ist viel schöner als in Berlin. Die Show war wirklich witzig und es hat mich gefreut Jon Cozart einmal live zu sehen, einer meiner Lieblingsyoutuber. Das war dann leider auch schon unser letzter Abend in Schottland, am nächsten Morgen ging es zurück nach Berlin.

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Show von Jon Cozart auf dem Edinburgh Fringe Festival

 

imageStraße in Edinburgh

 

Zurück sind wir von Edinburgh über London nach Berlin geflogen. Edinburgh hat mir wirklich sehr gut gefallen und ich möchte definitiv noch mehr von Schottland sehen. Die Häuschen sind so süß, und die Berge, das Meer und die Schafe wunderschön. Vielleicht mal einen Roadtrip durch Schottland, Schatz?

imageAussicht über London beim Rückflug

 

imageAussicht beim Rückflug