In den letzten Wochen durfte ich viele schöne Sachen erleben. Ich hatte mit meinem Freund einmal plötzlich sowas wie einen produktiven Tag und wir waren noch vor zwölf draußen, in den Semesterferien. Wir sind irgendwo an die Havel gefahren und haben den ersten schönen Tag des Jahres genossen. Wir sind spazieren gegangen und irgendwo an einem Zaun vorbei gekommen, der uns wieso auch immer sagte, dass es dahinter gefährlich sei. Richtige Rebellen sind wir, also haben wir uns die bösen Bäume dahinter trotzdem angeschaut.

An einem anderen Tag waren wir zusammen in der Stadt und beim Starbucks am Brandenburger Tor, wahrscheinlich als einzige Berliner, und bei Pizza Hut. Typisch Student haben wir irgendwie eine Obsession für Pizza.

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Wenn wir nicht Pizza essen gehen, gehen wir Burger essen, so ist das irgendwie immer. Zu Valentinstag waren wir zum aller ersten Mal im Hans im Glück. Ich weiß noch, wie das. Damals ziemlich cool war als ich noch zur Schule ging, aber ich hatte nie jemanden, der mit mir dahin geht. Neben uns saß eine furchtbare Familie, die den fünfzigsten Geburtstag der Mutter feierte und eine vorlaute Tochter hatte, die natürlich alles besser wüsste und ihrer Mom erklären musste, wie sie sich nun bei Facebook eincheckt, damit ihre paar halben Freunde auch wissen, dass sie gerade einen Burger isst.

Nachdem wir dann nun alle unsere Klausuren hinter uns hatten, haben wir uns einen Miniurlaub im Tropical Island gegönnt, den uns meine Eltern zu meinem letzten Geburtstag geschenkt haben. Wir hatten dort ein süßes kleines Hotelzimmer und mussten zwei Tage lang weder Schuhe noch Hosen tragen, vor unserer Tür war direkt sowas wie ein Strand.

Diese Ferien habe ich das erste Mal gejobbt. Ich war drei Tage Messehostess auf der ITB. Danach taten mir ziemlich die Füße weh, aber es hat trotzdem irgendwie Spaß gemacht. Einmal, als unsere Schicht vorbei waren, sind wir nach Thailand gelaufen, wo man uns ein paar Blümchen geschenkt hat.

Am letzten Tag hätten meine Füße ein bisschen Erholung verdient, aber ich fand es eine viel bessere Idee mit meinem Freund zum Kraftklub Konzert in der Max-Schmeling-Halle zu gehen. Es hat sich definitiv gelohnt und ist auf der Top 3 Liste meiner besten Konzerte. Neben uns standen zwei Kerle, die gerade eine schlimme Midlifecrisis durchlebten und abwechselnd zur Musik abgingen und sich über die Krankheiten ihrer Eltern oder ihren Job unterhalten haben. Dass ein Konzert nicht der beste Ort für ein tiefgründiges Gespräch ist, wollten sie bis zum Schluss irgendwie nicht einsehen.

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In der Woche darauf wartete schon das nächste Konzert, allerdings in Köln. Ich war noch nie zuvor in Köln und als wir hörten, dass Hoodie Allen in den Semesterferien nach Deutschland kommt, haben wir das genutzt für einen kleinen Städtetrip. Vom Hauptbahnhof aus haben wir uns ein Car2Go genommen um damit zum Hotel zu fahren, haben uns dank der unsinnigen Straßenführung Kölns aber unglaublich verfahren. Jedoch hat sich das ganze definitiv gelohnt, denn wir waren kaum zehn Minuten in der Stadt und mein Freund hat fürchterlich über die ganzen Longboardfahrer gelästert, fuhr Dner an uns vorbei. Hach ja, ich habe für zwei Sekunden Dner gesehen. Ich war den ganzen Tag glücklich. Noch ein bisschen mehr und mein Freund hätte mich dafür sicher erschlagen. Am Nachmittag haben wir noch eine alte Schulfreundin von mir getroffen. Wenn man jemanden nach zwei Jahren wieder sieht und es nicht komisch ist, dann hat man es wohl geschafft. Sie war schon immer der lebenfrohste Mensch, den ich kannte, hatte sich selbst aber diesmal um Meilen übertroffen. Wir lästerten über alte Klassenkameraden und sie erzählte mir von ihrem neuen Freund und ihrem neuen Leben in Köln. Mein Freund musste an diesem Tag echt viel von mir aushalten. Am nächsten Tag haben wir uns ein bisschen die Stadt angeschaut und waren im Rheinpark. Bevor wir zum Konzert gingen, waren wir noch bei Hans im Glück, war in Berlin ja ziemlich cool und so auch in Köln. Das Hoodie Allen Konzert war auch echt gut. Es macht wirklich Spaß auch mal in einer anderen Stadt zu einem Konzert zu gehen. Später hab ich gelesen, dass Dner auch beim Konzert war. Ich war im selben Raum wie Dner!

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Dann war unser letzter Tag in Köln. Irgendein Trottel (Ich) hat die Zugtickets für eine viel zu späte Zeit gebucht, aber so hatten wir noch den ganzen Tag Zeit und dem Dom anzugucken. Mehr hat Köln tatsächlich nicht und jetzt kann ich das sagen, weil ich da war.

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Ich habe so ziemlich bei jedem Gewinnspiel mitgemacht um zur Premiere zu Insurgent gehen zu können und habe beim allerletzten dann auch wirklich gewonnen. Dort habe ich Shailene Woodley und Theo James gesehen. Nun habe ich Dner, Shai und Theo in einer Woche gesehen, ich kann also den zufriedenen Fangirltod sterben. Der Film war gut, aber nicht so gut wie der erste Teil und nicht so gut wie das Buch. Das ist schade, denn ich liebe diese Geschichte wirklich sehr.

Am nächsten Wochenende war ich mit meiner besten Freundin in Köln bei der Leipziger Buchmesse. Diesmal sind wir zum ersten Mal mit Zug dahin gefahren. Wirklich eine gute Entscheidung, da wohl die Autobahn später gesperrt wurde. So hatten wir auch viel Zeit mal wieder richtig zu quatschten. Die Buchmesse war sehr voll. Hauptsächlich gehen wir da jedes Jahr wegen der Mangaconvention hin und fragen uns jedes Jahr wieso wir uns solche Menschenmassen antun. Aber es ist schön, so ein Ritual zu haben. Wir haben Pommes gegessen und uns unsere jährlichen Crêpes gegönnt, was man auf einer Buchmesse eben so macht. Aber ich habe auch ein Lesezeichen von Mona Karsten ergattern können, darüber habe ich mich sehr gefreut.

Zuletzt habe ich mit meinen Eltern zusammen die Sonnenfinsternis angeschaut. Ich erinnere mich noch an die von 1999. Wir waren gerade umgezogen und haben uns alle zusammen im Garten die Sonnenfinsternis angeschaut und meine Eltern haben mir versucht zu erklären was da passiert.

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